Jubiläumsansprache 03.05.2014

Altstaedter-Jubiläumsansprache am 3.5.2014

Den Grundstock für unseren Verein legte noch im alten Jahrtausend Walter Ihl, der damalige Wirt der „Alte Mühle“, der als begeisterter und talentierter Fastnachter die Idee hatte, in seiner Kneipe einen karnevalistischen Kappenabend zu veranstalten. Büttenredner, vor allem Mitglieder der „Sonnau“, waren schnell gefunden, so dass die Kappenabende stets ein voller Erfolg waren.

Daraus entstand nach dem Kappenabend 2003 der Gedanke, einen Fastnachtsverein zu gründen. Und so fand am Samstag, den 26.4.2003 im Clubraum der „Alte Mühle“ – hier neben uns in der Apfelbaumgasse 2 – um 15.oo Uhr die Gründungs-versammlung statt. 15 Personen waren anwesend, die um 15.1o Uhr einen neuen Fastnachtsclub in Mühlheim aus der Taufe hoben. Da die meisten aus der Altstadt kamen, war schnell der Name gefunden: Mühlheimer Fastnachtsclub (MFC) „ Die Altstaedter“.

Zum 1. Vorsitzenden wählten die Mitglieder Walter Ihl, dessen Gaststätte fortan zum Vereinslokal wurde. Die anderen Mitglieder des Gründungsvorstandes waren Heinz-Frieder Gruber als 2. Vorsitzender, Anja Weingärtner als Kassiererin, Anett Döring als Schriftführerin sowie als Beisitzer Franz Praschak, Onkel Heinz – Heinz Schelenz und Thomas Schmidt. Ein Jahre später traten dann Gisela und Bernd Eisner sowie Christa und Jürgen Knott und weitere Freunde dem Verein bei.

Über das Verhalten der Mitglieder wurde beschlossen: „Es wird um eine angebrachte Umgangsform/-ton gebeten. Es wird eine Umgangs-Sau angeschafft. Bei Fehlverhalten wird eine Strafe, dessen Höhe noch festzulegen ist, fällig“.

Bis ein Jahr nach dem Tod von Walter Ihl am 26.9.2009 fanden dann die jährlichen Kappenabende in den Gasträumen der „Alte Mühle“ statt. Ich muss nicht erwähnen, dass die Kneipe an diesen Abenden immer brechend voll war.

Gisela Eisner nahm nun als neue 1. Vorsitzende die Geschicke der Altstaedter in die Hand und führte sie erfolgreich in eine neue Ära. Unterstützt wird sie von der neuen Kassiererin Christa Knott, von Frieder Gruber als 2. Vorsitzender und Thomas Schmidt als Pressewart, die von Anfang an dem Vorstand angehören. Als Schriftführer fungiert nunmehr Jens Niklaus.

Mit dem großen Saal im Jugendzentrum an der Rodaustraße wurde ein neuer Veranstaltungsraum für die Kappensitzungen gefunden. Natürlich war dies mit viel Arbeit verbunden für die Vorbereitung und Durchführung der Kappensitzungen. Hierbei zeigte sich, dass die Mitglieder eine Gemeinschaft sind, die alle dort helfen, wo es gilt, Hand anzulegen. Einige mit Vorträgen auf der Bühne, andere bei der Essensausgabe und dem Getränkeausschank, bei der Arbeit in der Küche, an der Bar, an der Kasse. Jedes Vereinsmitglied ist bereit und leistet ehrenamtliche Vereinsarbeit.

Wir sind der kleinste und jüngste karnevalistische Brauchtumsverein Mühlheims. Geselligkeit wird bei uns groß geschrieben. Davon kündet unser jährlicher Vereinsausflug, bei dem auch zahlreiche Nicht-Mitglieder teilnehmen, z.B. nach Heidelberg, Rothenburg ob der Tauber, Fulda, Traben-Trabach und Mernes , wo die meisten das „Spessarträuber-Diplom“ erwarben. Maria Schnell und Jürgen Knott wurden sogar zum Räuberhauptmann bzw. Räuberhauptfrau gekürt. Dazu gehören noch Radtouren und gesellige Zusammentreffen.

Wir nehmen jährlich mit unserm Weinstand an der Kerb im Festzelt teil und beteiligen uns mit dem Essenstand am Mühlentag an der Krebs´schen Mühle. Selbstverständlich nahmen wir auch 2013 beim Festzug unserer Dietesheimer Freunde anlässlich 1000 Jahre Dietesheim teil. Und selbstverständlich werden wir im nächsten Jahr anl. unseres Stadtjubiläums mit unseren Weinstand in der Altstadt vertreten sein. Viele unter Ihnen werden sich noch erinnern, dass am Fenster der „Alte Mühle“ der Kerbborsch hing und von dort der Kerbumzug unter Begleitung des Musikzugs der Sport-Union die Müllemer Kerb einläutete.

Sie sehen, wir sind trotz des jungen Alters ein umtriebiger Verein, bei dem Frohsinn, Gemeinsamkeit und Freundschaft eine große Rolle spielen. Bei Gründung waren wir 15 Personen, heute sind wir 26 Mitglieder – aber das kann sich mit der Zeit ja noch steigern.

Jens Niklaus